26 January 2026, 12:02

Christian Keller blickt auf seinen Abschied vom 1. FC Köln zurück – zwischen Wehmut und Neuanfang

Ein Abzeichen mit der Nummer 85 und deutscher Text unten, das das Logo des bayerischen Fussballteams darstellt.

Christian Keller blickt auf seinen Abschied vom 1. FC Köln zurück – zwischen Wehmut und Neuanfang

Christian Keller hat sich offen über seinen Abschied vom 1. FC Köln geäußert – kurz bevor der Verein den Aufstieg in die Bundesliga perfekt machte. Der ehemalige Sportdirektor verließ den Klub im Mai 2025, Monate nach seiner Entlassung gemeinsam mit Cheftrainer Gerhard Struber. Obwohl er dem Team nicht mehr angehört, bleibt er dem Fußball verbunden und lotet gleichzeitig neue berufliche Wege aus.

Keller hatte im April 2022 das Amt des Vorstandsvorsitzenden (Sportdirektor) beim 1. FC Köln übernommen. Sein Abschied folgte im Mai 2025 – nur wenig später sicherte sich der Verein den Aufstieg aus der 2. Bundesliga. Den Ausschlag gab ein 1:1 gegen den SSV Jahn Regensburg, das sowohl für ihn als auch für Trainer Struber das Ende der Amtszeit bedeutete.

Trotz des Rückschlags hegt Keller keinen Groll gegen den Klub. Die Fernsehübertragung des Aufstiegs habe ihn emotional berührt, sagte er, auch wenn er überzeugt bleibt, dass die Mannschaft unter Strubers Führung ebenfalls erfolgreich gewesen wäre. Abseits des Fußballs zieht Keller eine Selbstständigkeit in Betracht und hat sogar Angebote für Geschäftsführerpositionen außerhalb des Sports erhalten. Zwar zeigt er sich offen für eine Rückkehr in den Profifußball, doch bisher habe sich noch keine passende Gelegenheit ergeben. In sportlicher Hinsicht hinterfragte er jüngste Forderungen, dem Flügelspieler Said El Mala einen festen Stammplatz zu garantieren. Zudem betonte er, dass ein einziges verpasstes Tor niemals Grund für die Entlassung eines Trainers sein dürfe.

Kellers Engagement beim 1. FC Köln endete knapp vor der Rückkehr des Vereins in die erste Liga. Nun bewegt er sich zwischen möglichen Fußballaufgaben und neuen beruflichen Herausforderungen. Fürs Erste bleibt er wählerisch – sowohl auf als auch neben dem Platz.