12 March 2026, 10:02

Chinas Aufstieg: Wie Pekings Wirtschaftspolitik die globale Machtbalance erschüttert

Ein detaillierter Plan von China und dem Umfang des chinesischen Reichs, der Länder, Regionen, wichtige Städte und Ortschaften zeigt, mit begleitendem Text, der zusätzliche Informationen bietet.

Chinas Aufstieg: Wie Pekings Wirtschaftspolitik die globale Machtbalance erschüttert

China und Deutschland: Wie Pekings Aufstieg die globale Wirtschaft verändern könnte

Auf einer kürzlichen Konferenz des Netzwerks Attac wurden die sich wandelnden Wirtschaftsbeziehungen zwischen China und Deutschland analysiert. Expertinnen und Experten diskutierten, ob Chinas rasantes Wachstum den globalen Kapitalismus neu prägt – oder dessen wachsende Instabilität offenlegt. Die Debatten zeigten sowohl die industrielle Stärke des Landes als auch die zunehmenden Herausforderungen, vor denen es steht.

Chinas Wirtschaft bleibt laut den Referierenden zwar robust, steht aber unter Druck. Der chinesische Ökonom Minqi Li argumentierte, die Volksrepublik befinde sich an einem Scheideweg: Einerseits basiert ihre industrielle Vorherrschaft auf billigen Arbeitskräften und hohen Umweltkosten. Andererseits droht eine demografische Krise, die Dynamik der Wirtschaft zu bremsen.

In den vergangenen zehn Jahren hat Peking weitreichende Reformen umgesetzt, um diese Probleme anzugehen. Die 2020 eingeführte Strategie der "dualen Zirkulation" verlagert den Fokus von exportgetriebenem Wachstum hin zu Binnennachfrage. Durch angebotsseitige Kürzungen in der Stahl- und Kohleindustrie (2021–2025) sollen Überkapazitäten abgebaut und Gewinne stabilisiert werden. Der 14. Fünfjahresplan (2021–2025) fördert Hochtechnologiebranchen und "gemeinsamen Wohlstand", um die Ungleichheit zu verringern. Aktuell zielen Maßnahmen für 2024–2025 auf Konsumsubventionen und eine Entschuldung des Immobiliensektors ab – ein weiterer Schritt weg von der Investitionsabhängigkeit.

Doch Chinas Aufstieg hat globale Folgen. Die Expansion in die "Semiperipherie" – Länder zwischen den wirtschaftlichen Zentren und der Peripherie – entzieht den traditionellen Industrienationen Ressourcen. Während die USA Überschüsse durch Konsum und Staatsausgaben absorbieren, setzt China auf kapitalistische Investitionen. Diese Verschiebung schwächt die etablierten Machtzentren und beschleunigt den Niedergang der US-Dominanz. Analysten sind sich jedoch einig: China wird die USA nicht als neue Hegemonialmacht ablösen.

Das Gesamtbild ist von wachsender Instabilität geprägt. Seit der Finanzkrise 2008 haben Klimawandel und geopolitische Spannungen die globalen Risiken verschärft. Das kapitalistische System, das ohnehin schon mit seinen Widersprüchen kämpft, steht nun vor noch größeren Belastungen.

Chinas Wirtschaftspolitik gleicht einem Balanceakt. Reformen wie die "duale Zirkulation" oder Investitionen in Hochtechnologie sollen langfristiges Wachstum sichern, doch demografische und ökologische Herausforderungen bleiben bestehen. Gleichzeitig destabilisiert der Aufstieg des Landes die globale Ordnung: Die Industrienationen verlieren an Ressourcen, während die Peripherie unter noch größerer Last ächzt. Wie sich diese Spannungen in den kommenden Jahren entwickeln, wird über die künftige Weltwirtschaft entscheiden.

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