CDU will Ordnungsämter mit Reformen und Videoüberwachung stärken
Die CDU fordert umfassende Reformen, um die örtlichen Ordnungsbehörden in ganz Deutschland zu stärken. Die Partei argumentiert, dass aktualisierte Gesetze und moderne Technologie notwendig seien, um wachsende Herausforderungen wie Vermüllung, illegale Abfallentsorgung und öffentliche Rüstörungen wirksam zu bekämpfen. Zu den Vorschlägen gehören klarere rechtliche Befugnisse, bessere Personalausstattung und gezielte Videoüberwachung – bei gleichzeitiger Einhaltung strenger Datenschutzbestimmungen.
Die Ordnungsämter stehen heute vor deutlich größeren Anforderungen als in den vergangenen Jahren. Städte verzeichnen zunehmend Konflikte im öffentlichen Raum, mehr Vermüllung und Fehlverhalten bei Veranstaltungen. Die Beschwerdedaten zeigen zwar kein einheitliches bundesweites Muster, doch in vielen Großstädten sind die Meldungen über Vermüllung seit 2021 angestiegen. Einige Kommunen haben bereits mit schärferen Kontrollen und digitalen Meldeverfahren reagiert.
Die CDU betont, dass neue Gesetze sich an den praktischen Bedürfnissen orientieren müssten. Carsten Voigt, Vorsitzender der CDU-Fraktion im Solinger Stadtrat, wies darauf hin, dass kurzfristige Verstöße oft ungesühnt blieben, weil Beweise fehlten. Als Vorbild dient der Partei die niederländische Stadt Gouda, wo ein umfangreiches Kameranetz erfolgreich zur Kriminalprävention eingesetzt wird.
Zu den geplanten Maßnahmen gehören erweiterte rechtliche Kompetenzen für die Behörden sowie der Einsatz moderner Überwachungstechnik. Besonders gefordert wird Videoüberwachung an Brennpunkten – allerdings unter strikter Einhaltung der Verhältnismäßigkeit und des Datenschutzes. Zudem sollen Mitarbeiter besser geschützt und die Präventionsarbeit in Problemvierteln ausgebaut werden.
Mit ihrer Reforminitiative will die CDU den Städten klarere Regeln und wirksamere Instrumente an die Hand geben. Falls umgesetzt, könnten die Änderungen den Behörden helfen, schneller auf Ordnungswidrigkeiten zu reagieren, ohne dabei Sicherheit und Privatsphäre gegeneinander auszuspielen. Die Partei stellt klar, dass die praktischen Erfahrungen der Kommunen die endgültige Gesetzgebung prägen werden.






