16 March 2026, 18:03

Bundesweite Gurtkontrollen: Tausende Verstöße gegen die Anschnallpflicht entdeckt

Eine Stadtstraße mit Autos, Strommasten mit Drähten, Gebäuden, Bäumen und einem Schild an einem Mast, auf dem steht "Fahrer müssen Sitzgurte tragen".

Bundesweite Gurtkontrollen: Tausende Verstöße gegen die Anschnallpflicht entdeckt

Bundesweite Kontrollen: Eine Woche lang schärfere Seatbelt-Kontrollen in mehreren deutschen Regionen

Vom 9. bis 15. März 2026 beteiligten sich Polizeibeamte in mehreren deutschen Bundesländern an einer einwöchigen Großkontrolle zur Überprüfung der Anschnallpflicht. Die unter dem Namen "Aktion Gurt" durchgeführte Maßnahme war Teil einer europaweiten Kampagne zur Verbesserung der Verkehrssicherheit durch konsequente Einhaltung der Gurtvorschriften. Die Beamten kontrollierten tausende Fahrzeuge und ahndeten Verstöße von Fahrern und Mitfahrern, die nicht ordnungsgemäß angeschnallt waren, mit Bußgeldern und Verwarnungen.

In Hamm überprüfte die örtliche Polizei im Rahmen der Aktion 783 Fahrzeuge und stellte dabei 73 Verstöße gegen die Gurtpflicht fest, die in 69 Fällen sofort mit einem Bußgeld geahndet wurden. Bei vier Vorfällen handelte es sich um falsch gesicherte Kinder, was zu offiziellen Anzeigen wegen Ordnungswidrigkeiten führte.

Besonders umfangreich waren die Kontrollen in Südhessen, wo 1.092 Fahrzeuge überprüft wurden. Hier registrierten die Beamten 328 Verstöße, darunter 22 Fälle, in denen Kinder nicht vorschriftsmäßig gesichert waren. In Hagen wurden 685 Fahrzeuge angehalten – dabei stellten die Beamten 46 unangeschnallte Insassen fest, davon 11 Kinder.

Auch im Landkreis Stade zeigte sich ein ähnliches Bild: Rund 24 Prozent der 430 kontrollierten Fahrzeuge wiesen Verstöße auf, was zu 103 Verwarnungen oder Bußgeldern führte. In Mönchengladbach beteiligte sich die Polizei ebenfalls an der Aktion, während in ganz Nordrhein-Westfalen die Einhaltung der Gurtpflicht streng überwacht wurde.

Ziel der Kampagne war es, Verletzungen im Straßenverkehr zu verringern, indem sichergestellt wird, dass alle Insassen – insbesondere Kinder – korrekt angeschnallt sind.

Die Ergebnisse der Kontrollen unterstreichen die anhaltenden Defizite bei der Einhaltung der Anschnallpflicht in Deutschland. Die Polizei verhängte Bußgelder, Verwarnungen und offizielle Anzeigen, vor allem in Fällen, in denen Kinder ungesichert mitfuhren. Die Aktion machte einmal mehr deutlich, wie entscheidend die korrekte Nutzung von Sicherheitsgurten ist, um schwere Verletzungen bei Unfällen zu vermeiden.

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