13 March 2026, 18:02

Bundeswehr testet Krisenreaktion bei Großübung in Mönchengladbach

Ein offenes deutsches Militärtagebuch aus dem frühen 20. Jahrhundert, gefüllt mit handgeschriebenem Text und Zahlen.

Bundeswehr testet Krisenreaktion bei Großübung in Mönchengladbach

Bundeswehr startet einwöchige Übung in Mönchengladbach

Dieser Freitag markiert den Beginn einer einwöchigen Militärübung der Bundeswehr in Mönchengladbach. Im Mittelpunkt stehen Tests der Kommunikationssysteme sowie die Krisenreaktion unter Verteidigungsbedingungen. Anwohner in der Nähe müssen mit lauten Geräuschen rechnen, doch die Behörden versichern, dass keine scharfe Munition eingesetzt wird.

Die Übung findet auf dem Gelände des ehemaligen Joint Headquarters (JHQ) Rheindahlen statt, das 2013 geschlossen wurde. Das verlassene, 471 Hektar große Areal beherbergte einst über 1.400 Wohnungen und 980 Kasernengebäude. Seine verwaiste städtische Struktur und abgelegene Lage machen es ideal für militärische und zivile Notfalltrainings.

Rund 80 Soldaten nehmen an der Übung teil, unterstützt von 25 Fahrzeugen und acht Drohnen. Ziel ist es, die Einsatzkommunikation unter nationalen und Bündnisverteidigungs-Szenarien zu bewerten. Zudem wird die Bundeswehr während der Übung die öffentliche Krisenkommunikation proben.

Die Behörden haben die Bevölkerung vor lauten Knallgeräuschen durch Platzpatronen gewarnt. Trotz des Lärms bestehe jedoch keine Gefahr für die Öffentlichkeit. Das Gelände dient bereits regelmäßig als Übungsort für Spezialeinheiten der Polizei und Katastrophenschutzteams.

Die Übung läuft sieben Tage lang, beginnend an diesem Freitag. Dabei wird geprüft, wie gut die Kräfte unter Druck zusammenarbeiten und gleichzeitig die Öffentlichkeit informieren. Das ehemalige JHQ Rheindahlen bleibt ein zentraler Standort für groß angelegte Ausbildungsoperationen.

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