24 January 2026, 22:02

Bundesverdienstkreuz für Essenerin Susanne Buers und ihr Lebenswerk für Inklusion

Vier Frauen im Rollstuhl auf einem Podium, jede hält einen Blumenstrauß, mit einem Banner im Hintergrund mit der Aufschrift "Welt-Rollstuhl-Meisterschaften".

Bundesverdienstkreuz für Essenerin Susanne Buers und ihr Lebenswerk für Inklusion

Susanne Buers ist mit dem höchsten deutschen Orden für ihr jahrzehntelanges soziales Engagement ausgezeichnet worden. Am 23. Januar 2026 überreichte ihr Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen das Bundesverdienstkreuz. Die Auszeichnung würdigt ihren unermüdlichen Einsatz für Kinder mit Behinderungen und ihre Familien.

Buers setzt sich seit Langem für Inklusion und gesellschaftliche Teilhabe ein. Seit 2010 ist sie Mitglied im Familienrat der Franz-Sales-Werkstätten gGmbH, einer Organisation, die Menschen mit Behinderungen ein selbstbestimmtes Leben ermöglicht. 2013 übernahm sie den Vorsitz und leitet seitdem Initiativen, die Eigenverantwortung und die Integration in die Gemeinschaft fördern.

Ihr Engagement beschränkt sich nicht auf offizielle Funktionen. Buers organisiert Informationsveranstaltungen, moderiert Diskussionsrunden und erstellte den Ratgeber 'Gut zu wissen für Eltern und Betreuende'. Diese Angebote bieten Familien konkrete Hilfestellung bei der Orientierung im System der Behindertenhilfe. Bevor sie das Ehrenamt der Essener Bürgermeisterin übernahm, arbeitete sie in verschiedenen Funktionen für die SPD in Gelsenkirchen-Buer – unter anderem als Kandidatin auf der SPD-Liste 2009 neben Persönlichkeiten wie Klaus Haertel und Gabriele Preuß.

Der 1951 gestiftete Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland wurde bisher über 260.000 Mal für herausragende Leistungen zum Gemeinwohl verliehen. Er ist mit keiner finanziellen Zuwendung verbunden, gilt aber als die renommierteste allgemeine Auszeichnung des Landes. Die Übertragung erfolgt in der Regel durch hochrangige Vertreter wie Ministerpräsidenten oder Oberbürgermeister.

Oberbürgermeister Kufen lobte Buers’ Fachwissen, ihren Einsatzwillen und ihre Einfühlungsgabe. Er betonte, wie sehr ihre Arbeit die Lebensbedingungen verbessert und die Teilhabe benachteiligter Gruppen gestärkt habe.

Die Ehrung unterstreicht Buers’ nachhaltigen Einfluss auf das soziale Gefüge Essens. Ihr Wirken prägt weiterhin politische Weichenstellungen und Unterstützungsangebote für Familien mit behinderten Kindern. Gleichzeitig lenkt die Auszeichnung die Aufmerksamkeit auf die Bedeutung von Basisinitiativen für eine inklusivere Gesellschaft.