11 March 2026, 18:02

Bundesgerichtshof bestätigt: Deutsche Bank unterbot Postbank-Aktionäre unfair

Ein altes Buch mit floralem Design auf dem Cover, betitelt mit "Die Betrugereierten der Bank fürs" vor schwarzem Hintergrund.

BGH verwirft Beschwerde der Deutschen Bank im Postbank-Streit - Bundesgerichtshof bestätigt: Deutsche Bank unterbot Postbank-Aktionäre unfair

Der Bundesgerichtshof hat einen langjährigen Rechtsstreit zwischen der Deutschen Bank und ehemaligen Postbank-Aktionären beendet. Das Gericht wies die letzte Revision der Bank zurück und bestätigte, dass ihr Übernahmeangebot aus dem Jahr 2010 unangemessen war. Damit wird eine Reihe früherer Urteile zugunsten der Aktionäre bestätigt.

Der Streit entzündete sich an dem Angebot der Deutschen Bank aus dem Jahr 2010, wonach Postbank-Aktionäre 25 Euro pro Aktie erhalten sollten. Die Kläger argumentierten, die Bank hätte bereits 2008 ein Angebot vorlegen müssen, als sie erstmals die Kontrolle über die Postbank erlangte. Damals notierte die Postbank-Aktie bei 57,25 Euro – deutlich über dem späteren Angebot.

Das Oberlandesgericht Köln hatte bereits gegen die Deutsche Bank entschieden und ihre Berufung zurückgewiesen. Der Bundesgerichtshof schloss sich dieser Auffassung an und erklärte, es gebe keine stichhaltigen Gründe für eine weitere Anfechtung.

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Trotz des Urteils droht der Deutschen Bank keine unmittelbare finanzielle Belastung. Die fälligen Ausgleichszahlungen in Höhe von rund 112 Millionen Euro inklusive Zinsen sind bereits durch bestehende Rückstellungen gedeckt.

Mit dieser endgültigen Entscheidung endet ein jahrelanger Rechtsstreit über die Fairness der Übernahmebedingungen der Deutschen Bank. Die Aktionäre erhalten eine Entschädigung auf Basis des Aktienkurses von 2008. Die Bank hat die dafür erforderlichen Mittel jedoch bereits zurückgestellt.

Quelle