Bottrop überprüft alle Kreuzungen auf sichere Sichtverhältnisse nach tödlichem Unfall
Charlotte SimonBottrop überprüft alle Kreuzungen auf sichere Sichtverhältnisse nach tödlichem Unfall
Bottrop prüft alle Kreuzungen der Stadt auf freie Sichtverhältnisse
Die Stadt Bottrop überprüft sämtliche Kreuzungen, um sicherzustellen, dass Autofahrer uneingeschränkte Sicht haben. Die Maßnahme folgt den deutschen Richtlinien für Verkehrssicherheit und soll Unfälle verhindern, die durch schlechte Einsehbarkeit verursacht werden. Die ersten Arbeiten an der Scharnhölzstraße beginnen voraussichtlich Anfang 2026 im Rahmen der ersten Phase.
Das Tiefbauamt der Stadt Bottrop kontrolliert die Kreuzungen darauf, ob sie die Vorgaben für sogenannte Sichtdreiecke erfüllen. Diese Dreiecke ermöglichen es Fahrern, den Querverkehr rechtzeitig zu erkennen, wenn sie auf eine Hauptstraße einbiegen. Die Größe der Sichtdreiecke richtet sich nach der zulässigen Höchstgeschwindigkeit – je höher das Tempo, desto länger müssen die Sichtlinien sein.
Anstoß für das Projekt war ein tödlicher Unfall in Warendorf, bei dem städtische Mitarbeiter wegen fahrlässiger Tötung angeklagt wurden, nachdem eine eingeschränkte Sicht die Kollision mitverursacht hatte. Bottrop priorisiert nun Kreuzungen nach Verkehrsaufkommen und früheren Unfallzahlen.
Werden Mängel festgestellt, muss die Stadt handeln. Mögliche Lösungen sind bauliche Änderungen, die Aufstellung von Pollern oder die Einrichtung von Halteverbotszonen. Nach der Scharnhölzstraße folgen als nächste Baustellen die Horster Straße und die Aegidistraße.
Die Überprüfungen orientieren sich an den Richtlinien für die Anlage von Stadtstraßen (RaSt 06). Durch die Einhaltung der Sichtstandards will Bottrop das Unfallrisiko an stark frequentierten Kreuzungen verringern. Die ersten Umbaumaßnahmen sollen im ersten Quartal 2026 beginnen.






