20 March 2026, 18:02

Bonner Stadtrat ringt um Sanierung des Bergischen Löwen und Haushaltsstreit

Großes Gebäude mit Gerüst bei Renovierung, umgeben von Fahrzeugen, Fußgängern, Ampeln, Schildern, Straßeninfrastruktur, Bäumen und einem klaren blauen Himmel.

Bonner Stadtrat ringt um Sanierung des Bergischen Löwen und Haushaltsstreit

Der Bonner Stadtrat steht vor dringenden Entscheidungen: Die Sanierung des Bergischen Löwen und Haushaltsstreitigkeiten erfordern schnelles Handeln. Beamte warnen, dass Verzögerungen bei der Modernisierung der Elektroinstallationen im Falle von Hochwasser erhebliche Risiken bergen. Gleichzeitig haben politische Spannungen die Haushaltsdebatten bis zur nächsten Woche blockiert.

Die Stadtverwaltung hat 2,5 Millionen Euro für die Erneuerung der elektrischen Anlagen im kommunalen Teil des Bergischen Löwen beantragt. Alexandra Meuthen, Leiterin des städtischen Liegenschaftsamts, betonte die Dringlichkeit: Bei Überflutungen könnten lebensbedrohliche Situationen entstehen. Die Arbeiten seien ein notwendiger erster Schritt vor einer Komplettsanierung, um künftige Investitionen abzusichern.

Doch der Vorschlag stößt auf Widerstand. Klaus Waldschmidt, Fraktionsvorsitzender der SPD, hinterfragte, ob eine Teilmodernisierung ohne Gesamtkonzept für das Gebäude sinnvoll sei. Seine Bedenken kamen auf, als der Haushaltsausschuss alle Budgetberatungen bis zur Ratssitzung am kommenden Dienstag vertagte.

Unterdessen bewilligte der Jugendhilfeausschuss 250.000 Euro für dringende Instandsetzungsarbeiten am Standort Quirlsberg. Diese vorübergehenden Maßnahmen sollen das Jugendzentrum Q1 betriebsfähig halten, während die Pläne für einen neuen Jugendtreff voranschreiten. Zudem sprach sich das Gremium für einen Umzug des Zentrums in die Alte Zentralwerkstatt aus – vorausgesetzt, es gibt keine unerwarteten Hindernisse.

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Die Haushaltsverhandlungen gestalten sich zunehmend konfliktgeladen. Die CDU fordert massive Kürzungen und eine Neuausrichtung des von Bürgermeister Marcel Kreutz vorgelegten Entwurfs. Für Änderungen braucht sie jedoch die Unterstützung von SPD und Grünen. In einer seltenen Einheitsfront einigten sich alle drei Parteien, vorerst auf eine formelle Abstimmung zu verzichten – ein Zeichen für laufende Hinterzimmergespräche.

Die Modernisierung des Bergischen Löwen bleibt vorrangig; die Verwaltung pocht auf sofortiges Handeln, um Sicherheitsrisiken zu vermeiden. Die Haushaltsdebatten hingegen werden erst in der Ratssitzung am nächsten Dienstag fortgesetzt. Die bewilligten Sanierungsarbeiten am Jugendzentrum laufen derweil an, um den Betrieb aufrechtzuerhalten, während die langfristigen Pläne konkretisiert werden.

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