Bistum Münster reformiert Kita-Trägerschaft mit regionalen gGmbHs bis 2027
Felix SchneiderBistum Münster reformiert Kita-Trägerschaft mit regionalen gGmbHs bis 2027
Das Bistum Münster reformiert die Unterstützung für seine 660 Kindertageseinrichtungen grundlegend. Bis 2027 sollen drei regionale gemeinnützige GmbHs (gGmbHs) die administrativen und finanziellen Verantwortlichkeiten übernehmen. Ziel der Umstrukturierung ist es, die langfristige Zukunft der Einrichtungen zu sichern und gleichzeitig die Belastung für die örtlichen Pfarrgemeinden zu verringern.
Die Neuordnung folgt auf Änderungen bei der staatlichen Finanzierung von Kindergärten, die der Diözesanadministrator Antonius Hamers als "unausweichlichen" Schritt bezeichnete. Im neuen System muss jede Kirchengemeinde den Übergang der Trägerschaft an die gGmbHs genehmigen. Vor der Umsetzung werden mit den lokalen Verantwortlichen rechtliche, finanzielle, personelle und strukturelle Details besprochen.
Geplant sind drei regionale gGmbHs: eine für den Niederrhein, eine weitere für die Kreise Borken, Coesfeld und Recklinghausen sowie eine dritte für die Stadt Münster zusammen mit den Kreisen Steinfurt und Warendorf. Zudem wird eine übergeordnete gGmbH gegründet, um flexibler auf künftige Herausforderungen reagieren zu können. Das Bistum hat für den Übergang im Haushalt 2026 insgesamt 39,5 Millionen Euro für die Kindertageseinrichtungen vorgesehen.
Die Pfarrgemeinden bleiben zwar eng mit ihren Kitas verbunden, entledigen sich aber der täglichen Verwaltungsaufgaben. Diese übernehmen künftig die gGmbHs, sodass sich die Kirchengemeinden stärker auf ihre seelsorgerische Arbeit konzentrieren können. Das Bistum erwartet, dass die neue Struktur die finanzielle Stabilität und die betriebliche Effizienz verbessert.
Die Umstellung wird schrittweise in den nächsten drei Jahren erfolgen und bis 2027 vollständig umgesetzt sein. Zuvor müssen die örtlichen Gemeinden dem Wechsel zustimmen, um sicherzustellen, dass ihre Kitas weiterhin fest in der Gemeinschaft verankert bleiben. Die vom Bistum bereitgestellten 39,5 Millionen Euro sollen den Übergang in das neue System erleichtern.






