Bill Maher erhält Mark-Twain-Preis – und löst damit einen politischen Eklat aus
Felix SchneiderBill Maher erhält Mark-Twain-Preis – und löst damit einen politischen Eklat aus
Bill Maher erhält am 28. Juni den Mark-Twain-Preis für amerikanischen Humor
Die Verleihung findet im Trump-Kennedy-Center in Washington, D.C., statt und wird exklusiv per Livestream auf Netflix übertragen. Die Ankündigung hat bereits heftige Reaktionen aus dem Weißen Haus ausgelöst.
Roma Daravi, Vizepräsidentin für Öffentlichkeitsarbeit des Kennedy Centers, betonte Mahers nachhaltigen Einfluss auf die politischen und gesellschaftlichen Debatten in den USA. Zu den früheren Preisträgern zählen Conan O'Brien, Steve Martin und George Carlin – allesamt für ihren scharfen Witz und ihre kulturelle Prägung bekannt.
Das Weiße Haus hat die Entscheidung offen kritisiert. Sowohl die Pressesprecherin als auch die Kommunikationsdirektorin äußerten Missbilligung und argumentierten, Mahers Geschichte politisch unkorrekter Witze mache ihn der Auszeichnung unwürdig. Auch Präsident Donald Trump erklärte, Maher dürfe den Preis nicht erhalten.
Mahers Karriere war stets von Kontroversen begleitet. Seine Late-Night-Show "Real Time with Bill Maher" gab bereits polarisierenden Persönlichkeiten wie Ann Coulter und Milo Yiannopoulos eine Bühne. Im Laufe der Jahre kollidierte sein Humor immer wieder mit dem Mainstream – was ihm sowohl Beifall als auch scharfe Kritik einbrachte.
Die Preisverleihung wird wie geplant am 28. Juni stattfinden und live auf Netflix übertragen. Der Veranstaltungsort im Trump-Kennedy-Center verleiht der Sache eine zusätzliche politische Brisanz. Unabhängig von den Protesten wird Maher damit in die Riege der Comedians aufgenommen, die die amerikanische Comedy maßgeblich geprägt haben.






