Betrüger-Trio soll ältere Menschen mit Fake-Handwerksdiensten geprellt haben
Felix SchneiderBetrüger-Trio soll ältere Menschen mit Fake-Handwerksdiensten geprellt haben
Drei Männer im Alter zwischen 34 und 62 Jahren müssen sich derzeit vor dem Landgericht Köln wegen des Verdachts des Betrugs an älteren Bürgern in mehreren Städten verantworten. Die Angeklagten sehen sich Vorwürfen wegen Betrugs und Diebstahls gegenüber, nachdem sie angebliche Handwerksleistungen angeboten und Bargeldzahlungen eingestrichen haben sollen. Die Masche der Betrüger bestand darin, ältere Hausbesitzer in Köln, Bergisch Gladbach, Bergneustadt und Gummersbach anzusprechen. Die Männer boten Reinigungs-, Versiegelungs- oder Renovierungsarbeiten an und verlangten anschließend sofortige Barzahlungen. In vielen Fällen führten sie die Arbeiten entweder mangelhaft aus oder verschwanden einfach, ohne etwas getan zu haben. Teilweise durchsuchten sie die Wohnungen während ihres Aufenthalts auch gezielt nach weiterem Bargeld und Wertgegenständen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Trio vor, gezielt ältere Menschen als Opfer ausgewählt zu haben, um deren Vertrauen für finanziellen Gewinn auszunutzen. Der Prozess ist auf sieben Verhandlungstage angesetzt; ein mögliches Urteil wird für Ende März erwartet. Die Behörden fordern von den Angeklagten eine Schadenswiedergutmachung in Höhe von 43.000 Euro, um die Opfer zu entschädigen. Im Mittelpunkt des Verfahrens stehen 17 gemeldete Vorfälle. Unklar ist jedoch, ob die Männer mit weiteren Komplizen zusammenarbeiteten oder auch in anderen Städten aktiv waren. Bei einer Verurteilung drohen den Angeklagten Strafen wegen Betrugs und Diebstahls sowie die von der Staatsanwaltschaft geforderte finanzielle Wiedergutmachung.