Berliner Standesamt 2025: Weniger Geburten, mehr digitale Hochzeiten und Namensfreiheit
Moritz NeumannBerliner Standesamt 2025: Weniger Geburten, mehr digitale Hochzeiten und Namensfreiheit
Standesamt Berlin veröffentlicht Jahresbericht 2025
Das Standesamt Berlin hat seinen Jahresbericht für 2025 vorgelegt. Die Daten umfassen Geburten, Sterbefälle, Eheschließungen sowie wichtige rechtliche Änderungen, die die Einwohnerinnen und Einwohner betreffen. Besonders hervorzuheben ist die Schlossmühle, die sich als beliebtester Trauungsort der Stadt erwiesen hat.
Der Bericht spiegelt zudem die neuen Namensgesetze und die Auswirkungen des Selbstbestimmungsgesetzes auf die Geschlechtseintragungen wider. Digitale Dienstleistungen verzeichneten eine verstärkte Nutzung – seit Jahresbeginn wurden über tausend Dokumente online beantragt.
Im Jahr 2025 registrierte Berlin 570 Geburten, davon 303 Jungen und 267 Mädchen. Der häufigste Jungennamen war Adam, der siebenmal vergeben wurde. Bei den Mädchen teilten sich Ella und Marie den ersten Platz, jeweils siebenmal in den Unterlagen verzeichnet.
Die Stadt verzeichnete 1.588 Sterbefälle, fast gleichmäßig aufgeteilt in 796 Männer und 790 Frauen. Gleichzeitig heirateten 275 lokale Paare in Berlin, während 34 extra anreisten, um dort ihre Trauung zu feiern. Die Schlossmühle war mit 179 Hochzeiten der meistgenutzte Veranstaltungsort.
Ein neues Namensrecht trat in Kraft, das verheirateten Paaren die Möglichkeit einräumt, ihre Nachnamen zu einem gemeinsamen Doppelnamen zusammenzufügen. Die Änderung erstreckt sich auch auf erwachsene Kinder und Stieffamilien und ermöglicht so mehr Flexibilität bei Namensanpassungen. Darüber hinaus ermöglichte das Selbstbestimmungsgesetz 18 Personen, im Laufe des Jahres ihr registriertes Geschlecht und ihren Vornamen anzupassen.
Zu Beginn des Jahres 2025 erweiterte das Standesamt zudem seine digitalen Angebote. Über ein neues Online-Portal konnten Bürgerinnen und Bürger 1.240 amtliche Bescheinigungen beantragen und bezahlen, ohne persönlich vorsprechen zu müssen.
Unterdessen veröffentlichte auch das Standesamt Stuttgart seine Zahlen für 2025: 4.140 Geburten, 2.468 Sterbefälle und eine höhere Zahl an Eheschließungen im Vergleich zu Berlin.
Der Bericht 2025 zeigt die Entwicklungen bei Namensrechten, Geschlechtseintragungen und digitalem Zugang für die Berliner Bevölkerung auf. Mit 570 Geburten, 1.588 Sterbefällen und 309 Hochzeiten bietet er einen klaren Einblick in die demografischen Trends der Stadt. Die zunehmende Nutzung digitaler Services und rechtlicher Anpassungen prägt ein Jahr des administrativen Wandels.