Bergisches Handwerk ruft zu mehr Einheit und Engagement für Europa auf
Charlotte SimonBergisches Handwerk ruft zu mehr Einheit und Engagement für Europa auf
Rund 90 Gäste aus Handwerk, Wirtschaft, Politik und Handel kamen zum Neujahrsempfang des Bergischen Handwerks zusammen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen der Aufbau von Netzwerken und der Austausch für künftige Kooperationen. Bezirks-Obermeister Willi Reitz nutzte die Gelegenheit, um zu mehr Einheit in Europa aufzurufen.
Geschäftsführer Marcus Otto eröffnete den Empfang mit einem Dank an die scheidenden Amtsträger für die gute Zusammenarbeit und das entgegengebrachte Vertrauen. Anschließend begrüßte er die neuen Verantwortlichen, darunter Klaus Grootens, Arne von Boetticher sowie mehrere Bürgermeister. Otto zeigte sich zuversichtlich für die gemeinsame Arbeit im kommenden Jahr.
Reitz kritisierte in seiner Rede die zögerlichen Fortschritte bei der europäischen Einigung und betonte, dass seit 1949 mehr hätte erreicht werden müssen. Mit einem Zitat des Dichters Rainer Maria Rilke – "Man muss den Wandel leben, den man sucht" – fragte er das Publikum, wer von ihnen dieses Prinzip tatsächlich verkörpere. Trotz seiner Kritik blieb Reitz hoffnungsvoll und unterstrich, dass ein starkes, vereintes Europa noch möglich sei – wenn alle bereit seien, aktiv zu handeln. Unter den Anwesenden war auch der neu gewählte Landrat des Oberbergischen Kreises, Timo Gans, der eng mit Wipperfürth verbunden ist. Der Abend stand im Zeichen neuer Partnerschaften und des Ideenaustauschs. Gäste aus verschiedenen Bereichen diskutierten, wie die regionale Zusammenarbeit gestärkt werden kann.
Die Veranstaltung machte sowohl die Herausforderungen als auch die Chancen der europäischen Einigung deutlich. Reitz’ Rede betonte die Notwendigkeit eines engagierten Einsatzes aller Beteiligten. Der Empfang endete mit dem Appell, durch gemeinsames Handeln und Dialog voranzukommen.