22 February 2026, 10:04

Bergisch Gladbach zeigt Flagge gegen Rechtsextremismus und AfD-Veranstaltungen

Eine Gruppe von Menschen, darunter Männer und Frauen, marschiert mit Schildern und Transparenten eine Straße entlang, mit einem Gebäude mit Fenstern im Hintergrund.

Bergisch Gladbach zeigt Flagge gegen Rechtsextremismus und AfD-Veranstaltungen

In Bergisch Gladbach formiert sich ein breites Bündnis gegen rechtsextreme Tendenzen – als Reaktion auf eine umstrittene AfD-Veranstaltung. Lokale Initiativen haben eine Unterschriftenaktion gestartet und zu einer Kundgebung am 20. Februar um 17 Uhr aufgerufen. Die Mobilisierung erfolgt im Einklang mit ähnlichen Bewegungen, die in ganz Nordrhein-Westfalen und darüber hinaus an Fahrt aufnehmen.

Der Aktionskreis für Demokratie und gegen Rechtsextremismus Rhein-Berg organisiert eine Demonstration gegen Ausgrenzung und antidemokratische Ideologien. Die Protestaktion fällt zeitlich mit der AfD-Veranstaltung "Populistischer Aschermittwoch" im benachbarten Overath zusammen, die lokal auf Widerstand stößt.

Die Initiative "Bergisch Gladbach für Demokratie und Vielfalt", geleitet vom Vorsitzenden Roland Vossebrecker, ruft die Bürgerinnen und Bürger dazu auf, sichtbaren Widerstand zu zeigen. Auch der Kreisvorstand der Linken hat demokratische Kräfte zur Teilnahme an der Gegenkundgebung aufgerufen. Die Gruppe "Omas gegen Rechts" gehört zu den Unterstützern der Unterschriftenkampagne.

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Allein in den vergangenen zwei Wochen wurden lokal fast 600 Unterschriften gesammelt. Wer die Aktion unterstützen möchte, kann jeden Samstag zwischen 10 und 13 Uhr am Infostand des Vereins in der Fußgängerzone unterzeichnen. Die Initiative reiht sich ein in eine landesweite Kampagne in Nordrhein-Westfalen, die bis Mitte Februar 2026 bereits rund 28.000 Unterschriften gesammelt hat – mit dem Ziel, bis Juni 100.000 zu erreichen. Über 90 zivilgesellschaftliche Organisationen stehen hinter dem landesweiten Appell, während eine ähnliche Petition in Rheinland-Pfalz bereits mehr als 291.000 Unterschriften verzeichnet.

Weitere Informationen gibt es unter www.gl-devi.de, auf den Social-Media-Kanälen des Vereins, nrw-appell-afd-verbot.de sowie weact.campact.de/p/nrwappell. Gegenbewegungen sind bundesweit aktiv, darunter in Ostwestfalen und an über 50 Orten in Nordrhein-Westfalen.

Die Kundgebung am 20. Februar steht für eine abgestimmte Reaktion auf den zunehmenden Rechtsextremismus in der Region. Mit laufenden Unterschriftensammlungen und dem Engagement zahlreicher Gruppen spiegelt die Kampagne ein wachsendes Netzwerk des Widerstands wider. Die Organisatoren werben weiterhin für eine breite Beteiligung – sowohl an der Demonstration als auch an der Petition.