04 March 2026, 12:23

Bayern-Fans boykottieren Auswärtsspiel nach gewaltsamen Auseinandersetzungen mit der Polizei

Eine Gruppe von Polizisten in Uniform steht vor einer Menge von Menschen in schwarzen Uniformen und Masken, mit einer Brücke und einem Gebäude im Hintergrund, während einer Demonstration in einer Stadt.

Bayern-Fans boykottieren Auswärtsspiel nach gewaltsamen Auseinandersetzungen mit der Polizei

Bayern München-Fans boykottieren Auswärtsspiel im Signal Iduna Park

Am Wochenende boykottierten zahlreiche Auswärtsfans des FC Bayern München massenhaft das Spiel ihrer Mannschaft im Dortmunder Signal Iduna Park. Der Protest folgte auf Auseinandersetzungen mit der Polizei vor dem Spiel, die die Spannungen zwischen den Anhängern und den Behörden weiter anheizten. Im Stadion selbst zeigten die Dortmunder Fans Solidarität und hissten ein Transparent, das sich auf die Unruhen bezog.

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Die Probleme begannen bereits vor Anpfiff, als Bayern-Fans an den Einlasskontrollen mit der Polizei aneinandergerieten. Laut Behörden müssen sich nun 29 Anhänger wegen Hausfriedensbruchs und Angriffs auf Ordner strafrechtlich verantworten. Einige hätten versucht, gewaltsam ins Stadion zu gelangen, hieß es von offizieller Seite.

Die mitgereisten Bayern-Fans behaupteten, Dutzende seien bei den Zusammenstößen verletzt worden, einige davon so schwer, dass sie im Krankenhaus behandelt werden mussten. Die örtlichen Kliniken konnten die Zahlen jedoch nicht bestätigen und verwiesen auf Kapazitätsprobleme. Zudem warf die Fanschaft der Polizei vor, übermäßig harte Gewalt eingesetzt zu haben.

Als Reaktion darauf blieben viele Anhänger der Bayern-Ultras dem Spiel fern. Der Gästeblock im Signal Iduna Park blieb ungewöhnlich leer, Fahnen und Banner fehlten. Die Dortmunder Fans zeigten unterdessen ihre Unterstützung mit einer Botschaft: "Freiheit für Auswärtsfans in Dortmund".

Der Vorfall ereignet sich nur wenige Tage, nachdem aktive Fanclubs von Borussia Dortmund ihre Reise zum Champions-League-Spiel nach Bergamo boykottiert hatten. Bundespolizisten hatten mehreren Unterstützern die Ausreise nach Italien verweigert, was den Protest auslöste.

Der Boykott unterstreicht die anhaltenden Konflikte zwischen Fangruppen und Polizei bei deutschen Fußballspielen. Da nun gegen 29 Bayern-Anhänger Anzeige erstattet wurde, dürfte die Debatte um die Vorfälle weitergehen. In den kommenden Wochen könnten sowohl die Vereine als auch die Behörden über Sicherheitsmaßnahmen und den Umgang mit Fans weiter diskutieren.