22 January 2026, 04:04

Bayer-Lobbyist Berninger warnt Europa vor wirtschaftlichen Risiken und Agrar-Krise

Eine Karte der Vereinigten Staaten, die den prozentualen Anteil der Winterweizenanbaufläche in jedem Landkreis anzeigt, mit grünen und weißen Bereichen, die die Daten anzeigen, und zusätzlichem Text oben und unten.

Topmanager fürchtet wirtschaftlichen Graben zum USA - Bayer-Lobbyist Berninger warnt Europa vor wirtschaftlichen Risiken und Agrar-Krise

Matthias Berninger, der Chef-Lobbyist von Bayer, warnt vor schweren wirtschaftlichen Risiken für Europa, falls der Kontinent seine Beziehungen zu den USA nicht stärkt. Gleichzeitig betonte er die dringende Notwendigkeit, dass Europa sich der Agrarbiotechnologie öffnen müsse – andernfalls drohten erhebliche Produktionsrückgänge. Seine Äußerungen fallen in eine Zeit, in der sich die globalen Machtverhältnisse hin zu einer aggressiveren Konkurrenz verschieben.

Berninger unterstrich, dass die transatlantische Partnerschaft für die wirtschaftliche Sicherheit Europas nach wie vor von zentraler Bedeutung sei. Ein Abbruch der Zusammenarbeit mit den USA würde Europa in einer zunehmend gespaltenen Welt verwundbar zurücklassen, so seine Argumentation. Um Konflikte mit US-Präsident Trump zu vermeiden, riet er den europäischen Führungskräften, ihre Stärken gezielt einzusetzen und gleichzeitig interne Schwächen offener anzugehen.

Im Agrarbereich verwies Berninger auf die genomeditierte Lebensmittelproduktion als entscheidendes Feld für Fortschritte. Die öffentlichen Sorgen, so seine Beobachtung, hätten sich von technologischen Bedenken hin zu Ängsten vor steigenden Nahrungsmittelpreisen verlagert. Ohne eine schnellere Zulassung neuer agrartechnischer Methoden drohten Europa langfristige Verluste bei der Weizenproduktion – mit Folgen für die eigene Versorgung sowie für Exporte nach Afrika. Hohe regulatorische Hürden, warnte er, gefährdeten die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Landwirtschaft. Werde die Genomeditierung übermäßig eingeschränkt, könnten die Weizenerträge stagnieren und die Risiken für die Ernährungssicherheit verschärfen. Berninger sieht in der Biotechnologie einen der wichtigsten Trumpfe Europas – vorausgesetzt, die Politik handle entschlossen.

Berningers Warnungen verdeutlichen zwei zentrale Herausforderungen für Europa: die Aufrechterhaltung enger wirtschaftlicher Bindungen an die USA und die Modernisierung des Agrarsektors. Ohne Fortschritte in beiden Bereichen könnte der Kontinent dauerhafte Schäden für seine Handelsposition und die Nahrungsmittelproduktion erleiden. Seine Aussagen spiegeln den wachsenden Druck auf die Politik wider, Regulierung und Innovation in Einklang zu bringen.