Autoexperte Dudenhöffer warnt: Deutschlands Automobilindustrie verliert global an Boden
Noah MayerAutoexperte Dudenhöffer warnt: Deutschlands Automobilindustrie verliert global an Boden
Der renommierte Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer hat Deutschlands Rolle als führende Automobilnation scharf kritisiert. Hohe Kosten und eine schwache Wirtschaftspolitik trieben die Hersteller seiner Ansicht nach dazu, die Produktion zunehmend ins Ausland zu verlagern.
Laut Dudenhöffer kämpfen deutsche Konzern wie Volkswagen, BMW und Mercedes-Benz trotz ihres weltweiten Renommees zunehmend mit Problemen am Heimatstandort.
In den vergangenen fünf Jahren ist die globale Produktion deutscher Autobauer stagniert oder sogar zurückgegangen. Die Ausstoßzahlen der Volkswagen Gruppe sanken um etwa fünf Prozent – bedingt durch Chipknappheit und den Umstieg auf Elektrofahrzeuge. Gleichzeitig schrumpfte ihr Marktanteil von rund 14 auf 11 Prozent, während chinesische Konkurrenten wie BYD und Geely ihre Produktion um 150 Prozent steigerten. Auch US-Hersteller wie Tesla und General Motors wuchsen um etwa 80 Prozent und eroberten weitere Anteile am E-Auto-Markt.
Dudenhöffer macht vor allem die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland für diese Entwicklung verantwortlich. Überhöhte Sozialkosten, hohe Energiepreise und belastende Lohnnebenkosten sieht er als zentrale Probleme. Das Land sei für die Automobilproduktion schlicht zu teuer und nicht mehr wettbewerbsfähig geworden.
Zwar sieht er die deutschen Hersteller nicht in einem unaufhaltsamen Niedergang, doch werde ihre Abhängigkeit von ausländischen Standorten weiter zunehmen. Die schwachen Zahlen des vergangenen Jahres bezeichnet er als "extremen Ausreißer nach unten" – das eigentliche Problem liege jedoch in Deutschland selbst. Die Politik biete der kämpfenden Industrie kaum mehr als leere Versprechungen, so sein Vorwurf.
Dudenhöffers Äußerungen unterstreichen den Druck, unter dem die deutsche Automobilbranche steht. Angesichts der wachsenden Konkurrenz aus China und den USA könnten heimische Hersteller ihre Produktion vermehrt ins Ausland verlagern. Seine Kritik zielt auf die hohen Energiekosten, die Lohnbelastungen und das Fehlen wirksamer politischer Unterstützung ab.






