24 November 2025, 04:03

Augsburg verhängt drastischen Ausgabenstopp wegen 32-Millionen-Defizits bis 2025

Eine Stadtansicht mit Gebäuden, Bäumen, Masten, Straßen, Fahrzeugen und Himmel.

Augsburg verhängt drastischen Ausgabenstopp wegen 32-Millionen-Defizits bis 2025

Die Stadt hat wegen der sich verschärfenden Haushaltslage sofort einen Not-Stopp für alle Ausgaben verhängt. Beamte warnen vor einem erwarteten Defizit von 32 Millionen Euro bis Ende 2025. Der Schritt erfolgt, nachdem die Einnahmen aus Gewerbesteuern und staatlichen Zuwendungen hinter den Prognosen zurückbleiben.

Die finanzielle Belastung ergibt sich aus geringeren als erwarteten Gewerbesteuereinnahmen und verzögerten staatlichen Zuschüssen. Zudem verschärft ein aufgeschobener Grundstücksverkauf im Stadtteil Malerviertel – der bis 2028 mindestens 35 Millionen Euro einbringen sollte – die Haushaltslücke. Stadtkämmerer Dr. Torsten Spillmann wies auf den wachsenden finanziellen Druck hin, unter dem Kommunen in der gesamten Region stehen.

Im Rahmen des Ausgabenstoppes sind nur noch dringend notwendige Zahlungen erlaubt. Alle freiwilligen Ausgaben müssen nun einer strengen Prüfung unterzogen werden oder werden vollständig gestoppt. Die Beschränkungen gelten bis zum 31. Dezember 2025.

Der Entwurf des Haushaltsplans für 2026, der ursprünglich in einer Ratssitzung am 9. Dezember vorgestellt wurde, soll nun erst am 15. Januar 2026 veröffentlicht werden. Durch die Verzögerung entfällt eine formelle Beratung im Stadtrat. Bürgermeister Erik Lierenfeld betonte, wie wichtig ein umsichtiges Finanzmanagement sei, um die Handlungsfähigkeit der Stadt in den kommenden Monaten zu erhalten.

Ziel des Haushaltsstoppes ist es, weitere finanzielle Schäden bis Jahresende zu begrenzen. Da der Entwurf für 2026 erst im Januar vorgelegt wird, stehen die Verantwortlichen vor schwierigen Entscheidungen über Ausgabenprioritäten. Die Erholung der Stadt hängt davon ab, in den nächsten Monaten die Einnahmen zu stabilisieren und die Kosten im Griff zu behalten.