14 March 2026, 06:03

Apotheker warnen vor Schließungswelle: Proteste am 23. März geplant

Eine Apotheke namens "Die Generics Apotheke" umgeben von Gebäuden, Strommasten, Stromkabeln, Werbetafeln, Topfpflanzen, Kraftfahrzeugen auf der Straße und einem klaren blauen Himmel.

Apotheker warnen vor Schließungswelle: Proteste am 23. März geplant

Apotheker Dr. Gregor Lohmann traf sich kürzlich mit dem CDU-Landesabgeordneten Fabian Schrumpf, um über die wachsenden Belastungen im Apothekensektor zu sprechen. Im Mittelpunkt der Gespräche standen finanzielle Schwierigkeiten, faire Bezahlung sowie die Auswirkungen von Versandapotheken auf die lokalen Dienstleistungen. Beide Seiten thematisierten zudem die für den 23. März geplanten Proteste.

Während des Treffens betonte Lohmann die finanzielle Notlage traditioneller Apotheken. Er wies darauf hin, dass der Verkauf verschreibungspflichtiger Medikamente für das Überleben entscheidend sei, doch die festen Abgabegebühren – derzeit 8,35 Euro – seit Jahren unverändert blieben. Gleichzeitig könnten Versandapotheken Rabatte von bis zu 10 Euro anbieten und damit lokale Betriebe unterbieten.

Lohmann warnte vor einer zunehmenden Schließungswelle von Apotheken, die sowohl ländliche als auch städtische Regionen treffe. Patienten müssten für Not- und Nachtbereitschaftsdienste immer weitere Wege in Kauf nehmen, da immer weniger Apotheken geöffnet hätten. Er unterstrich die Dringlichkeit fairer Vergütungsmodelle, um die lokalen Dienstleistungen zu erhalten und die Löhne des Personals zu verbessern.

Schrumpf erkannte die Probleme an, verwies jedoch darauf, dass die Landespolitik nur begrenzten Einfluss auf die bundesweiten Apothekenregulierungen habe. Er versprach, die Anliegen auf nationaler Ebene vorzubringen, und zeigte Verständnis für die geplanten Proteste. Der Abgeordnete räumte ein, dass die Einfrierung der Gebühren die Branche über Jahre zusätzlich belastet habe.

Die Diskussion umfasste auch übergeordnete Themen wie den wirtschaftlichen Druck auf das Gesundheitssystem. Beide waren sich einig, dass finanzielle Planbarkeit entscheidend sei, um weitere Schließungen zu verhindern und die Versorgungssicherheit für Patienten zu gewährleisten.

Das Gespräch endete mit der gemeinsamen Erkenntnis, dass dringend Reformen nötig seien. Schrumpf sicherte zu, sich auf Bundesebene für eine fairere Vergütung einzusetzen. Unterdessen bleiben Lohmanns Warnungen vor Apothekensterben und Versorgungslücken ein zentrales Thema im Vorfeld der Proteste am 23. März.

Quelle