25 November 2025, 10:01

Altersarmut in Deutschland: Warum Millionen trotz Arbeit im Ruhestand kämpfen

Ein Blatt mit gedrucktem Text in einer fremden Sprache, mit zwei Männern im Hintergrund, möglicherweise aus einem Lehrbuch.

Altersarmut in Deutschland: Warum Millionen trotz Arbeit im Ruhestand kämpfen

Altersarmut entwickelt sich in Deutschland zu einem immer größeren Problem – Millionen Menschen drohen im Ruhestand finanzielle Unsicherheit. Neue Zahlen zeigen, dass niedrige Löhne und geschlechtsspezifische Ungleichheiten viele trotz jahrzehntelanger Arbeit in eine prekäre Lage bringen. Experten raten nun, zunächst die gesetzliche Rente voll auszuschöpfen, bevor private Vorsorgelösungen in Betracht gezogen werden, um die Versorgungslücke zu schließen.

Aktuell leben rund 13 Millionen Menschen in Deutschland – das entspricht 15,5 Prozent der Bevölkerung – in Einkommensarmut. Besonders betroffen sind Alleinerziehende, Single-Haushalte und Menschen ab 65 Jahren. Frauen sind dabei besonders gefährdet: Ihre Rentenansprüche liegen im Schnitt 31,4 Prozent unter denen der Männer.

Die Daten verdeutlichen die wachsende Kluft zwischen Einkommen und den finanziellen Anforderungen im Alter. Ohne zusätzliche Vorsorge könnten Millionen im Ruhestand in wirtschaftliche Not geraten. Anpassungen bei den Minijob-Regelungen und gezielte Rentestrategien könnten zwar etwas Entlastung bringen – doch für Geringverdiener bleibt die Herausforderung bestehen.