Aktiensturz um 18,67 % nach Ende der Lock-up-Periode bei tonline
Die Aktien des Unternehmens stürzten heute um 18,67 Prozent ab und schlossen an der Düsseldorfer Börse bei 1,22 Euro. Der starke Rückgang folgte auf das Auslaufen der sogenannten Lock-up-Vereinbarungen, die wichtige Aktionäre bisher am Verkauf ihrer Anteile gehindert hatten. Der Handelsumsatz schoss in die Höhe, da Anleger auf die neu freigegebenen Aktien reagierten, die nun auf den Markt kamen.
Die Sperrfrist endete heute für Vorstandsmitglieder, Führungskräfte und frühe Investoren. Damit dürfen sie ihre Anteile erstmals seit den jüngsten Unternehmensübernahmen tonline. Trotz des Fristablaufs haben bisher jedoch keine Beteiligten gemeldet, ihre Verkaufsbeschränkungen aufgehoben zu haben.
Die Aktie kämpft bereits seit Jahresbeginn mit schweren Verlusten und hat über 75 Prozent ihres Wertes eingebüßt. Ein Großteil dieses Einbruchs geht auf die Verwässerung zurück, die durch die Ausgabe neuer Aktien zur Finanzierung der Übernahmen von Plan A und The Remedy Project entstand. Die Anleger wurden zunehmend skeptisch, als die Anzahl der Aktien stieg und das Vertrauen in die finanzielle Stabilität des Unternehmens schwand.
Die Handelsvolumina stiegen deutlich an – ein Zeichen dafür, dass viele Aktionäre ihre Positionen abbauten. Die Angst vor einem tonline an Aktien verstärkte den Abwärtsdruck zusätzlich. Analysten wiesen darauf hin, dass das Ende der Sperrfrist als Katalysator wirkte und die Verluste in einem ohnehin schon fragilen Marktumfeld beschleunigte.
Der Aktienkurs liegt nun bei 1,22 Euro, dem niedrigsten Stand in diesem Jahr. Die Kombination aus abgelaufenen Lock-up-Perioden und der früheren Verwässerung durch die Übernahmen hat die Sorgen der Anleger weiter vertieft. Marktbeobachter werden in den kommenden Tagen genau verfolgen, ob es zu weiteren Verkaufswellen kommt.