18 January 2026, 07:41

83-Jähriger verliert durch perfiden „Schock-Anruf“ sein gesamtes Bargeld an Betrüger

Ein gerahmtes deutsches Bankzertifikat mit einem ernsten Mann im Anzug und Krawatte, Text und einem Stempel.

83-Jähriger durch 'Schock-Anruf' um sein Erspartes gebracht - 83-Jähriger verliert durch perfiden „Schock-Anruf“ sein gesamtes Bargeld an Betrüger

83-Jähriger in Bochum durch "Schock-Anruf"-Betrug um hohe Bargeldsumme gebracht

Letzten Freitag wurde ein 83-jähriger Mann in Bochum Opfer eines sogenannten "Schock-Anrufs": Betrüger gaben sich als Polizist und Anwalt aus und überzeugten das Opfer, sein Sohn habe einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht. Am Ende holte ein Unbekannter das Bargeld bei dem Senior ab und flüchtete zu Fuß.

Der Vorfall ereignete sich am Freitag, dem 16. Januar, gegen Mittag in Bochum-Leithe in der Nähe der Hollandstraße. Eine Frau rief den älteren Mann an und gab sich als Rechtsanwältin aus. Sie erkundigte sich nach seiner finanziellen Situation und wies ihn an, Bargeld von der Bank abzuheben – unter dem Vorwand, sein Sohn habe einen tödlichen Verkehrsunfall verschuldet.

Die Betrügerin behauptete anschließend, der Sohn benötige Kaution, um Untersuchungshaft zu entgehen. Unter Druck folgte der Mann ihren Anweisungen, nahm ein Taxi zur Bank und hob das Bargeld ab. Kurze Zeit später erschien ein Mann in seiner Wohnung, um das Bargeld in Empfang zu nehmen. Die Polizei beschreibt den Verdächtigen als 25 bis 30 Jahre alt, etwa 1,65 Meter groß, schlank und mit dunkler Hautfarbe. Er hatte kurze, lockige dunkelbraune Haare und ein leicht rundliches Gesicht. Zum Zeitpunkt der Tat trug er eine Jacke und entfernte sich zu Fuß in Richtung Ückendorfer Straße.

Die Ermittler suchen nun nach Zeugen, die den Mann am Freitagnachmittag gegen 15 Uhr in der Gegend gesehen haben könnten. Die Ermittlungen zu dem Bargeldbetrugsfall laufen noch.

Das Opfer übergab das Geld, nachdem es durch die falschen Behauptungen der Betrüger unter Druck gesetzt worden war. Die Polizei fahndet weiterhin nach dem Täter und bittet um Hinweise aus der Bevölkerung. Solche Betrugsmaschen zielen oft auf schutzbedürftige Personen ab und nutzen Dringlichkeit sowie Angst aus, um an Bargeld zu gelangen.