13 December 2025, 02:02

80.000 Bierdeckel stürzen ein – kurz vor dem Weltrekord in Köln

Ein Mann steht vor einer Tafel und einem kühlschrankähnlichen Objekt, hält ein Buch und lächelt, während Menschen auf Stühlen in einem Konzertsaal mit beleuchteter Decke sitzen.

80.000 Bierdeckel stürzen ein – kurz vor dem Weltrekord in Köln

Kurz vor dem Weltrekord: Hier zerbricht ein Traum

Teaser: In Köln wollte Benjamin Klapper mit 80.000 gestapelten Bierdeckeln einen Weltrekord aufstellen. Doch kurz vor dem Ziel stürzte alles in sich zusammen.

12. Dezember 2025, 14:00 Uhr

Im Dezember 2025 versuchte der Künstler Benjamin Klapper im Rhein-Center in Köln-Weiden, einen Weltrekord zu brechen. Sein ehrgeiziges Projekt: ein begehbares Kunstwerk aus 80.000 Bierdeckeln zu errichten. Doch nur wenige Tage vor der Vollendung stürzte die fragile Konstruktion ein.

Klapper hatte über 120 Stunden damit verbracht, das turmhohe Bierdeckel-Haus akribisch aufzubauen. Ziel war es, die größte begehbare Skulptur ihrer Art zu schaffen – mit der symbolischen Absicht, sie nach dem Rekordversuch wieder abzubauen. Doch zwei Tage vor der Fertigstellung gab die gesamte Struktur nach.

Der Einsturz kam nicht völlig unerwartet. Klapper gab zu, dass ein solches Ende immer im Bereich des Möglichen lag, bedenkt man den temporären Charakter des Projekts. Er filmte sogar den Moment des Zusammenbruchs und hielt so die unerwartete Wendung fest.

Trotz des Rückschlags entdeckte er eine unerwartet positive Seite: Die halbfertigen "Ruinen" wirken nun wie ein unbeabsichtigtes Kunstwerk, das er als "ganz wunderschön" beschrieb. Die Überreste bleiben bis Januar im Rhein-Center ausgestellt. Der vorzeitige Einsturz verschaffte ihm zudem mehr Zeit mit seiner Familie.

Der Rekordversuch endete verfrüht, doch die Reste von Klappers Bierdeckel-Haus bleiben eine Attraktion für Besucher. Das unvollendete Projekt hinterlässt eine temporäre Installation, die noch wochenlang zu sehen sein wird. Selbst in ihrem eingestürzten Zustand zieht die Arbeit im Einkaufszentrum weiterhin Blicke auf sich.