230-Kilo-Fliegerbombe in Ratingen: Evakuierung von 2.300 Einwohnern in der Nacht
Charlotte Simon230-Kilo-Fliegerbombe in Ratingen: Evakuierung von 2.300 Einwohnern in der Nacht
Amerikanische Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg in Ratinger Innenstadt entdeckt
Am Montag wurde in der Innenstadt von Ratingen eine 230-Kilogramm-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt. Die Entdeckung zwang zur Evakuierung von 2.300 Einwohnern, darunter auch Bewohner zweier Seniorenheime. Als Vorsichtsmaßnahme sperrten die Behörden mehrere Straßen, darunter Abschnitte des Hauser Rings.
Die Evakuierung verzögerte sich zunächst, war aber schließlich bis 21:25 Uhr abgeschlossen. Rund 400 Menschen, darunter viele ältere Bewohner, fanden für mehrere Stunden im Rathaus Unterkunft. Einige benötigten vor Ort medizinische Versorgung.
Das Kampmittelräumteam entschärfte die Bombe spät am Montagabend erfolgreich. Gegen 1:30 Uhr morgens waren alle Heimbewohner in ihre Zimmer zurückgekehrt. Unterstützungsdienste – darunter Heimleitungen, Träger und lokale Behörden – organisierten die Rückkehr, sorgten für Transport, medizinische Betreuung und Infektionsschutzmaßnahmen. Für manche Senioren, wie die 88-jährige Siegrid Dömke, weckte der Fund schmerzhafte Kriegserinnerungen. Die Heime verschoben am Dienstag die Frühstückszeiten, um den Bewohnern nach der späten Rückkehr zusätzliche Ruhe zu ermöglichen.
Der Einsatz endete ohne größere Zwischenfälle, auch wenn die Störungen bis tief in die Nacht andauerten. Die Straßen in der Evakuierungszone sind inzwischen wieder freigegeben, und in den Seniorenheimen normalisiert sich der Alltag allmählich. Die Behörden bestätigten, dass es weder bei der Entdeckung noch bei der Entschärfung der Bombe Verletzte gab.