02 January 2026, 16:07

16. Hilfskonvoi aus Bergisch Gladbach bringt 54 Tonnen Hoffnung in die Ukraine

Eine Frau steht an einem Rednerpult und spricht in ein Mikrofon, mit einer USA-Flagge und einem Banner dahinter.

16. Hilfskonvoi aus Bergisch Gladbach bringt 54 Tonnen Hoffnung in die Ukraine

Freiwillige aus Bergisch Gladbach und Overath haben ihre 16. Hilfslieferung in die Ukraine abgeschlossen. Der jüngste Konvoi brachte über 54 Tonnen dringend benötigte Güter in die Stadt Chmelnyzkyj im Süden des Landes. Darunter befanden sich Konserven, warme Kleidung, Holzöfen, Spielzeug und medizinische Hilfsgüter.

Die Reise war nicht ohne Hindernisse: An der polnisch-ukrainischen Grenze musste das Team 16 Stunden auf Abfertigung und Kontrollen warten, bevor es seine Mission fortsetzen konnte.

Die Hilfsgüter erreichten Familien, die vor der vorrückenden Front fliehen mussten. Viele hatten ihre Häuser mit kaum mehr als dem verlassen, was sie tragen konnten. Neben der materiellen Unterstützung helfen lokale Initiativen Familien, die durch den Krieg traumatisiert wurden.

Olena Lebedjewa, Psychologin in Chmelnyzkyj, leitet Selbsthilfegruppen für Frauen, die im Konflikt ihre Ehemänner verloren haben. Gleichzeitig unterstützt Oleksander Chalsym, Leiter des städtischen Traumazentrums, Familien, die mit psychischen Kriegsfolgen kämpfen. Jeden Morgen um 9 Uhr gedachten die Ukrainer:innen mit einer Schweigeminute der Opfer des Krieges.

Ein weiterer Konvoi ist bereits in Planung. Für November ist der 40. Transport der Initiative People for People e.V. (Ukraine-Hilfe Fulda) vorgesehen – diesmal inklusive eines Rettungsfahrzeugs, eines Krankenwagens, den keine andere Gruppe für diesen Zeitraum zugesagt hat.

Wer die Aktion unterstützen möchte, kann sich an die Organisatoren wenden: Norbert Kuhl aus Overath ist unter 0170-350 30 40 erreichbar, Ulrich Gürster aus Bergisch Gladbach unter 0179-458 2444.

Der November-Konvoi wird weitere lebenswichtige Hilfsgüter liefern, darunter erstmals einen Krankenwagen in dieser Transportreihe. Angesichts der anhaltenden Kämpfe an der Front und des nahenden Winters bleibt der Bedarf an Nahrung, Wärme und medizinischer Versorgung hoch. Lokale Freiwillige koordinieren weiterhin die Hilfsmaßnahmen, um sicherzustellen, dass die Unterstützung die Bedürftigsten erreicht.