1. FC Köln in der Krise: Fanboykott und fünfte Niederlage in Serie
Charlotte Simon1. FC Köln in der Krise: Fanboykott und fünfte Niederlage in Serie
Kölner Derbytag zum Vergessen
Marvin Schwäbe schüttelte den Kopf. Unruhe beim 1. FC Köln nach einem Derbytag zum Vergessen? „Nein!“, sagte der Torhüter entschlossen – fünf Bundesliga-Spiele in Folge ohne Sieg bereiten dem Kapitän noch keine Sorgen. Stattdessen machte sich Schwäbe mehr Gedanken über die Situation einiger Kölner Fans, die wegen eines Boykotts bei der verdienten 0:2-Niederlage (0:0) bei Bayer Leverkusen auffällig abwesend waren.
1. FC Köln steckt in der Krise – Fanboykott überschattet Derby-Niederlage
Der 1. FC Köln steht nach der fünften Niederlage in Serie in der Bundesliga unter zunehmendem Druck. Gegen Bayer Leverkusen verlor die Mannschaft mit 0:2 – ein Spiel, das von einem Fanprotest überschattet wurde. Torhüter Marvin Schwäbe räumte ein, dass die Abwesenheit der Anhänger für eine ungewöhnliche Atmosphäre beim Rheinderby sorgte.
Mit nur noch fünf Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz wird die Lage für die Kölner immer prekärer. Dennoch bleibt der Klub fokussiert: Im letzten Spiel des Jahres gegen Union Berlin nächste Woche geht es darum, dringend benötigte Punkte zu holen.
Rund 500 Kölner Fans hatten vor Anpfiff das Stadion verlassen, um gegen ihrer Meinung nach überzogene und aufdringliche Polizeikontrollen zu protestieren. Die leere Gästetribüne blieb stumm – eine spürbare Lücke in der Unterstützung.
Sogar die Leverkusener Ultras solidarisierten sich kurzzeitig und verließen wenige Minuten nach Spielbeginn den Block. Trainer Lukas Kwasniok gab zu, dass die Mannschaft selbst mit voller Fanunterstützung gegen den Champions-League-Anwärter schweres Spiel gehabt hätte.
Martin Terrier besiegelte mit einem spektakulären „Skorpion-Kick“ in der 66. Minute den Leverkusener Sieg – ein Treffer, der Schwäbe keine Chance ließ. Die Niederlage verlängerte Kölns sieglose Serie auf fünf Spiele, doch der Kapitän betonte, die Mannschaft lasse sich von der Schwächephase nicht verunsichern.
Sportdirektor Thomas Kessler nannte die Situation „befremdlich“ und enttäuschend für den Fußball. Später wurde bekannt, dass zwei Kölner Fans aus dem Stadion entfernt worden waren, darunter einer, der angeblich eine passive Waffe bei sich trug. Namen wurden in Zusammenhang mit dem Vorfall nicht genannt.
Mit der Relegationszone im Nacken richtet Köln nun den Blick auf das Auswärtsspiel gegen Union Berlin. Ein Sieg im letzten Spiel des Jahres könnte vor der Winterpause für Entlastung sorgen.
Die sieglose Serie hält an, der Abstand zur Abstiegszone schmilzt. Die Mannschaft muss sich schnell fangen, bevor es gegen Union Berlin geht.
Der Fanboykott und die Polizeikontrollen erhöhten die Spannung in einer ohnehin schon schwierigen Phase. Vereinsverantwortliche und Spieler hoffen auf eine stärkere Leistung im letzten Spiel des Jahres.